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Dissertation von Sarah Hundertmark

Der Studie liegt eine Untersuchung kollaborativer Lernprozesse zugrunde, in denen Dyaden ihre individuellen Wissenskonstrukte über den Zeitraum einer Unterrichtseinheit wiederholt mit den Strukturierungsmethoden Concept Mapping bzw. Lernbegleitbogen reflektierten. Die Untersuchung wird durch Erkenntnisse aus früheren Studien motiviert, die beiden Strukturierungshilfen eine erfolgreiche Förderung des Konzeptverständnisses zuschreiben (Grüß-Niehaus, 2010). Allerdings wurde hier herausgestellt, dass bestimmte situations- und personenspezifische Faktoren, wie z. B. die Einstiegsvoraussetzungen und die Motivation einen Einfluss auf einen möglichen Erfolg nehmen.
In der vorliegenden Studie wird das Ziel verfolgt die kollaborativen Reflexions- und Kommunikationsprozesse, unter Berücksichtigung der möglichen Einflussfaktoren zu untersuchen. Dabei folgt die Studie einem qualitativen Fallstudiendesign.
Die Ergebnisse zeigen, dass bedingt durch die beiden Methoden, eine unterschiedliche Art der Zusammenarbeit und der Kommunikation während der Reflexion auftritt. So ist die Reflexion der Concept-Mapping-Gruppen geprägt durch einen intensiven Einbezug der Concept Maps in die gemeinsamen Kommunikations- und Überarbeitungsprozesse, während die konkreten Externalisierungen innerhalb der Lernbegleitbögen weniger stark als Grundlage für eine gemeinsame Wissenskonstruktion genutzt werden. Zurückführen lassen sich die Erkenntnisse auf die unterschiedlichen Ausprägungen der verbalen und insbesondere non-verbalen Interaktionen. Es zeigte sich zudem ein Zusammenhang zwischen den Eingangsvoraussetzung sowie der Lernleistung und dem Erfolg der Reflexion mit den jeweiligen Reflexionsmethoden.
 
Für weitere Informationen können Sie sich gerne an Sarah Hundertmark
(E-Mail) wenden.