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Bücher

Messenger-Koppelt, J., Schanze, S. & Groß, J. (Hrsg.) (2017): Lernprozesse mit digitalen Werkzeugen unterstützen. Perspektiven aus der Didaktik naturwissenschaftlicher Fächer, Joachim-Herz-Stiftung, Hamburg weitere Informationen
ISBN: 978-3-9456410-0-2

Computer, interaktive Whiteboards, Smartphones oder Tablets bieten neue Möglichkeiten für den naturwissenschaftlichen Unterricht. Schüler sind geübt im Umgang mit der Technik – beste Voraussetzungen für den Einsatz im Unterricht? Studien zeigen, dass Deutschland im Vergleich zu andern Ländern deutlich im Hintertreffen ist, wenn es darum geht, digitale Medien oder Computer im Schulunterricht zu nutzen.

Woran liegt das? Welchen fachdidaktischen Mehrwert bieten digitale Werkzeuge? Was sind die aktuellen Theoriediskussionen, Erfahrungen und Ergebnisse aus den Fachdidaktiken naturwissenschaftlicher Fächer? 



Buchbeiträge

Sieve, B.F. (2017): Digitale Werkzeuge im Unterricht der naturwissenschaftlichen Fächer – Potenziale und Herausforderungen, Juen-Kretschmer, C., Mayr-Keiler, K., Örley, G. & Plattner, I. (Hrsg.) (2017): Transfer Forschung Schule, Band 3, Digitale P@dagogik – Zwischen Realität und Vision, Bad Heilbrunn, Klinkhardt

Unterricht wird heute mehr und mehr durch digitale Medien bestimmt, besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern. Dort werden in größerem Ausmaß als in anderen Fächern digitale Daten erzeugt, die durch die Lernenden geteilt, ausgewertet und präsentiert werden. Hinsichtlich des Mehrwerts digitaler Werkzeuge gegenüber analogen Unterrichtmedien gibt es zahlreiche Evidenzen, die sich jedoch auf das jeweils spezifische Einsatzszenario beziehen. Für den naturwissenschaftlichen Unterricht haben digitale Werkzeuge Potenziale in zwei maßgeblichen Bereichen, der Unterstützung des Experimentierens sowie bei jeglichen Modellbildungsprozessen. Beispiele werden in diesem Beitrag aufgezeigt und mit empirischen Daten belegt. 


Sieve, B.F. (2017): Unsichtbares sichtbar machen – Potenziale von Zeitlupenaufnahmen für die Vermittlung des Verbrennungskonzepts im Chemieunterricht, Juen-Kretschmer, C., Mayr-Keiler, K., Örley, G. & Plattner, I. (Hrsg.) (2017): Transfer Forschung Schule, Band 3, Digitale P@dagogik – Zwischen Realität und Vision, Bad Heilbrunn, Klinkhardt

Viele chemische Phänomene verlaufen für unser Auge zu schnell und können somit von Lernenden nicht hinreichend erfasst werden. Zeitlupenaufnahmen von Experimenten ermöglichen zusätzliche und z.T. gänzlich neue Beobachtungen, die für die Klärung der beobachteten Phänomene hilfreich sind. Ungeklärt ist jedoch bisher, inwiefern digitale Zeitlupenfilme von schnell verlaufenden Vorgängen die Konzeptentwicklung bei Lernenden stützen. Im Pilotprojekt SloMoChem wird diese Frage an ausgewählten Experimenten zur Entwicklung des Verbrennungskonzepts untersucht. 


Ulrich, N. & Huwer, J. (2017): Digitale (Schul-)Bücher - Vom E-Book zum Multitouch Learning Book, Messenger-Koppelt, J., Schanze, S. & Groß, J. (Hrsg.): Lernprozesse mit digitalen Werkzeugen unterstützen. Perspektiven aus der Didaktik naturwissenschaftlicher Fächer. Joachim-Herz-Stiftung, Hamburg, S. 63-70 weitere Informationen


Ulrich, N. (2017): E-Books - Potenziale für den Umgang mit Diversität, Messenger-Koppelt, J., Schanze, S. & Groß, J. (Hrsg.): Lernprozesse mit digitalen Werkzeugen unterstützen. Perspektiven aus der Didaktik naturwissenschaftlicher Fächer. Joachim-Herz-Stiftung, Hamburg, S. 71-80


Hilfert-Rüppell, D. & Sieve, B.F. (2017): Entschleunigen biologischer und chemischer Vorgänge durch Zeitlupenaufnahmen, Messenger-Koppelt, J., Schanze, S. & Groß, J. (Hrsg.): Lernprozesse mit digitalen Werkzeugen unterstützen. Perspektiven aus der Didaktik naturwissenschaftlicher Fächer. Joachim-Herz-Stiftung, Hamburg, S. 147-160


Sieve, B.F. (2017): Implementation digitaler Medien in Schule - Bedürfnisse von Lehrkräften erfassen, in: Messenger-Koppelt, J.; Schanze, S. & Groß, J.: Lernwerkzeuge mit digitalen Werkzeugen unterstützen. Perspektiven aus der Didaktik naturwissenschaftlicher Fächer. Joachim-Herz-Stiftung, Hamburg, S. 249-263



Journale

Nehring, A. & Stäudel, L. (Hrsg.) (2017): Themenheft Inklusion, Herrausgeber der Ausgabe Nr. 162, Unterricht Chemie weitere Informationen

Auch für den Chemieunterricht ist Inklusion ein wichtiges Thema. Mit Experimenten und Modellen auf Seite des Faches und sehr verschiedenen individuellen Lernvoraussetzungen auf Seiten der Schülerinnen und Schüler ergeben sich Spannungsfelder, die gestaltet werden müssen.

Die Beispiele in dieser Ausgabe von Unterricht Chemie möchten einen Beitrag leisten, dieses Spannungsfeld produktiv auszufüllen. Ausgehend von klassischen Themenbereichen, wie den Stoffeigenschaften oder dem Teilchenmodell, bietet es Ihnen ein Spektrum von Anregungen für einen Unterricht mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Lernvoraussetzungen.


Nehring, A. & Lange, D. (2017): Fachdidaktische Perspektiven, Herausgeber der Ausgabe der Zeitschrift für Inklusion mit Hannoveraner Beiträgen zur Lehrerbildung weitere Informationen

In der Ausgabe 3/2017 von Inklusion-Online möchten wir einen vielperspektivischen Blick auf Inklusion werfen. Dazu haben wir KollegInnen verschiedener Disziplinen der LehrerInnenbildung versammelt und sie gebeten, das Themenfeld Inklusion aus der Sicht des spezifischen Diskurses ihrer Fachdisziplin sowie ihrer eigenen inklusionsspezifischen Zugänge zu werfen. Die Beiträge stehen im Kontext des Promotionsprogramm „Didaktische Forschung“ an der Leibniz Universität Hannover, in dessen Rahmen StipendiatInnen und Kollegmitglieder zu gesellschaftlichen Herausforderungen von Teilhabe, Diversität und Partizipation im Kontext von „Citizenship in inklusiven Gesellschaften“ arbeiten. So kann multiperspektivisch ein Verständnis von Inklusion als disziplinenspezifische und -übergreifende Chance, Herausforderung und Entwicklung in Schule und Bildung herausgearbeitet werden.



Journalbeiträge

Nehring, A., Sieve, B. & Werning, R (2017): Inklusion im Chemieunterricht. Ein Schreibgespräch zwischen Unterrichtspraktiker, Chemiedidaktiker und Sonderpädagoge, Naturwissenschaften Im Unterricht - Chemie, 162, 2–5

Der Basisartikel beleuchtet das weite Feld der Inklusion aus sonderpädagogischer und chemiedidaktischer sowie unterrichts- praktischer Perspektive. In dem Schreibgespräch werden zu- nächst zentrale Aspekte des inklusiven Unterrichts vorgestellt, bevor dann auf die spezifischen Handlungsfelder und Herausfor- derungen für den Chemieunterricht eingegangen wird.


Nehring, A., Springfeld, H., & Taubert, C. (2017): Die Gestaltgesetze für Demonstrationsexperimente unter der Lupe: ein Forschungsbericht, MNU Journal, 6(2017), 422–427

Seit über 20 Jahren gehören die von SCHMIDKUNZ (1980) formulierten Gestaltgesetze für den Aufbau von Demonstrationsexpe- rimenten zum Kernbestand der fachdidaktischen Ausbildung. Demonstrationsexperimente sollen damit besonders prägnant und wahrnehmungsaktiv in den Unterricht eingebunden werden. Mittels der noch neuartigen Methode des Eye-Trackings können die Gesetze genauer auf ihre Gültigkeit überprüft werden als es bisher möglich war − wie das geht, zeigen wir in diesem Beitrag.


Walkowiak, M. & Nehring, A. (2017): Eine inklusive Lernumgebung ist nicht genug: Fachspezifik, Theoretisierung und inklusive Unterrichtsentwicklung in den Naturwissenschaftsdidaktiken, Zeitschrift Für Inklusion, 3-2017 weitere Informationen

Der vorliegende Beitrag skizziert Problemstellungen des Diskurses um Inklusion innerhalb der Naturwissenschaftsdidaktik. Dabei werden sowohl theoretische Konzeptionen um den Inklusionsbegriff und zum Umgang mitselbigen in der Didaktik diskutiert als auch aktuelle Forschungs- und unterrichtspraktische Entwicklungsvorhaben aufgezeigt. Es zeigt sich, dass zahlreiche Elemente naturwissenschaftsdidaktischer Theorien und unterrichtsrelevanter Entwicklungen geeignet sind, die Herausforderungen inklusiven naturwissenschaftlichen Lernens zu fokussieren. Desiderate in den Bereichen der Forschungsmethodik (z. B. inklusiv geprägte Assessments für Lernumgebungen) und der Implementation in die Praxis werden benannt und diskutiert.


Sieve, B.F., Taubert, Ch. & Taubert, R. (2017): Sicherer Umgang mit Kanülen - von Erfahrungen zu Evidenzen, Chemkon, 04/2017
DOI: 10.1002/ckon.201710310

Medizintechnische Geräte gehören mittlerweile an vielen Schulen zum experimentellen Repertoire. Von den dabei verwendeten spitzen Kanülen geht jedoch ein nicht zu vernachlässigendes Verletzungsrisiko aus, weshalb in der Experimentierliteratur verschiedene und allesamt auf persönlichen Erfahrungen beruhende Empfehlungen zur „Entschärfung“ von Kanülen existieren. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse einer reproduzierbaren Testung des Gefährdungspotentials von auf verschiedene Weise abgestumpften Kanülen in Bezug auf Stich- und Schnitt- bzw. Rissverletzungen vorgestellt. Aus den Ergebnissen werden evidenzbasierte Empfehlungen für die Nutzung von Kanülen im Chemieunterricht abgeleitet.


Sieve, B.F. (2017): Gewinnung von Garkupfer aus Elektroschrott, Unterricht Chemie, Heft 161, S. 49f.

Im Beitrag wird die Herstellung von Garkupfer aus zerkleinerten Platinen und anderen elektronischen Bauteilen unter Nutzung eines Oxireiniger-Hochofens vorgestellt. Das Garkupfer lässt sich anschließend durch eine elektrolytische Kupferraffination aufreinigen.


Thomas, J., Struckmeier, S. & Sieve, B.F. (2017): „Molekulares Sieben 2.0“ – vom Kontinuum zum Diskontinuum mit molekularer Küche, CHEMKON, 3/2017
DOI: 10.1002/ckon.201710306

Ein bewährter experimenteller Zugang zum diskontinuierlichen Aufbau der Materie stellt der Versuch zum „Molekularen Sieben“ dar. In diesem Beitrag wird das „Molekulare Sieben“ mit gefärbten Alginatperlen vorgestellt. Dieses einfache und anschauliche Experiment wurde in mehreren 5. und 6. Klassen an niedersächsischen Gymnasien und Gesamtschulen zur Hinführung zum Teilchenmodell erprobt. Die Experimente eignen sich auch zur Modellierung der Stechapfelform von roten Blutkörperchen in hypertoner Lösung.


Sieve, B.F., Graulich, N., Caspari, I. & Bittorf, R.M (2017): Chemische Vorgänge als Prozesse erfassen, NiU-Chemie, Heft 160, S. 2-7

Chemische Reaktionen, Aggregatzustandsänderungen, das Lösen von Salzen und die dabei ablaufende Diffusion der Stoffe und Teilchen – all dies sind Inhalte des Chemieunterrichts, die ein Prozessdenken seitens der Schülerinnen und Schüler erfordern. Studien belegen Lernschwierigkeiten, die Dynamik der Chemie – und auch der Physik – zu erfassen. Meist werden die o.g. Vorgänge überwiegend vom Anfangs- und Endzustand her und damit als statisch betrachtet. Um das Prozessdenken bereits im Chemieunterricht der Sek. I zu schulen und nicht erst in der Sek. II, wo Gleichgewichtsbetrachtungen und Reaktionsmechanismen dies einfordern, müssen die Prozesse klar in den Blick genommen werden. Im Basisartikel zum Themenheft werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie man das Prozessdenken im Unterricht fördern kann.


Bittorf, R.M., Hallier, S., Busch, S. & Sieve, B.F. (2017): Modellieren mit Linsen und Kichererbsen Diffusionsvorgänge auf der Teilchenebene visualisieren, NiU-Chemie, Heft 160, S. 12-15

Es wird ein Modellexperiment vorgestellt, mit dem die Vorgänge beim molekularen Sieben sowie bei der Osmose mithilfe von Erbsen und Linsen modelliert werden können. Quantitative Betrachtungen legen den Fokus auf die Diffusion der Wasser-Moleküle.


Bittorf, R.M. & Sieve, B.F. (2017): Wahrscheinlichkeit und die radikalische Substitution. Ein Modellexperiment zur Erklärung des Reaktionsmechanismus, NiU-Chemie, Heft 160, S. 39-41

Im Beitrag wird ein Modellexperiment vorgestellt, mit dem der Verlauf der radikalischen Substitution von Halogenen an Alkane erfasst werden kann. Stoßwahrscheinlichkeiten helfen dabei, das Wesen des Mechanismus zu erfassen. 


Mielke, C., Krömer, M. & Sieve, B.F.  (2017): Knete, Legosteine und Co. – Prozessdenken mit Spielzeug fördern, NiU-Chemie, Heft 160, S. 47/48

Spielwaren wie Knete, Murmeln oder Legosteine und auch Haushaltsutensilien wie Zahnstocher oder Trinkhalme können helfen, die bei chemischen Reaktionen auf der Teilchenebene ablaufenden Prozesse zu modellieren und im Wortsinn zu begreifen. Im Artikel werden erprobte Beispiele vorgestellt. 


Hundertmark, S. & Schanze, S. (2017): Was wird bei Verbrennungen vernichtet? Von einem Alltagsphänomen zum Konzept der chemischen Reaktion, NiU-Chemie, Heft 159, S. 19-25

 

Mit dem Begriff „Verbrennung“ ist häufig die Vorstellung verbunden, dass etwas vernichtet wird. Diese oder ähnliche Vorstellungen sind auch bei Schülerinnen und Schülern präsent und deuten auf mögliche Schwierigkeiten bei der Einführung des Verbrennungskonzepts hin. Der unterrichtspraktische Beitrag befasst sich mit den potenziellen Schwierigkeiten eines nicht konsequent eingeführten Verbrennungskonzepts und präsentiert Unterrichtsanlässe, die Möglichkeiten bieten, diesen Schwierigkeiten entgegenzuwirken. 


Nehring, A., Wegner, N., & Lüttgens, U. (2017): Naturwissenschaftliche Arbeitsweisen fördern. Kompetenzorientierte Experimente zur Reaktion von Säuren mit Metallen, NiU - Chemie, (158), 24–29

Die gezielte Förderung von Kompetenzen der Erkenntnisgewinnung durch Versuche, Experimente und Modelle stellt eine ständige Herausforderung im Chemieunterricht dar. Ziel des Beitrags ist es, die Kernideen verschiedener naturwissenschaftlicher Arbeitsweisen exemplarisch anhand dreier Variationen einer Aufgabenstellung darzustellen und zu erläutern, wie verschiedene Arbeitsweisen die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen können, unterschiedliche Fragestellungen innerhalb eines Themenfeldes zu beantworten.


Arndt, A., Nehring, A., Schiedek, K., Schiedek, S., Schomaker, C., & Werning, R. (2017): Sonderpädagogisches und gymnasiales Lehramt in Kooperation?, journal für lehrerInnenbildung, 1(2017), 26–30

Für das Gelingen von inklusivem Unterricht gilt das Arbeiten im Team als eine unabdingbare Voraussetzung und zugleich selbst voraussetzungsvoll (vgl. Lütje-Klose & Urban, 2014, S. 112). Die von der Hochschulrektorenkonferenz und der Kultusministerkonferenz ausgehend von einer Tagung im Rahmen einer gemeinsamen Empfehlung geforderte „Kooperation und Kommunikation der Lehrkräfte verschiedener Lehrämter“ (KMK & HRK, 2015, S. 2) wirft damit Fragen der Einführung von Lehrformaten zur Kooperation in der universitären Lehrerbildung auf. Dieser Beitrag fokussiert fachspezifische Anforderungen der unterrichtsbezogenen Kooperation von Lehrkräften und damit die fachdidaktischen Anteile. Hierzu berichten wir von zwei Pilotprojekten an der Leibniz Universität Hannover zur Kooperation von Studierenden des Lehramts an Gymnasien und des Lehramts für Sonderpädagogik, bezogen auf den inklusiven Sport- bzw. Chemieunterricht.


Sieve, B.F. (2017): Mit Zeitlupenaufnahmen chemischen Phänomenen auf die Spur kommen, Chemie & Schule, Jg. 31, Heft 4, S. 5-9

Zeitlupenfilme entschleunigen zu schnelle Phänomene und ermöglichen so zusätzliche Beobachtungen, die uns und den Lernenden ohne dieses Medium verborgen geblieben wären. Sinnvoll eingesetzt können diese Filme dazu beitragen, ein tieferes Verständnis für chemische Phänomene zu erzielen. An verschiedenen Beispielen einfacher Experimente wird aufgezeigt, wie Zeitlupenfilme im Sinne der Sachfilmerschließung unter Nutzung weiterer digitaler Geräte wie interaktiven Whiteboards oder den Notebooks oder Tablets der Lernenden im Unterricht ausgewertet werden können.

Dieser Beitrag wurde mit dem Literaturpreis des VCÖ ausgezeichnet
(Kategorie: Innovationen für den Chemieunterricht)


Sieve, B.F. (2017): Die unbeliebten Gasgesetze – heute noch ein Muss?!! Gasgesetze belegen durch Experimente mit Kunststoffspritzen, Unterricht Chemie, Heft 157, S. 33-37

Das Thema Gase hat im Unterricht verschiedenste fachliche und fachdidaktische Facetten. Eng verknüpft mit Gasen sind stets die Größen Druck und Volumen sowie deren Abhängigkeit von der Temperatur der Gase. Und damit ist man schon bei den häufig im Chemieunterricht eher ungeliebten Gasgesetzen. In diesem Beitrag wird herausgestellt, welche Potenziale das Thema Gasgesetze in sich birgt und welche einfachen Mathematisierungsprozesse man sich bei diesem Beispiel für die Beschreibung der Welt zunutze machen kann. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit einer sachgerechten Veranschaulichung der Gase auf der Teilchenebene vermittelt. In der Online-Ergänzung sind Experimentieranleitungen zur Ableitung der Gasgesetze aus experimentellen Daten aufgeführt.


de Iuliis, L., Lehmann, P. & Sieve, B.F. (2017): Ethin aus Calciumcarbid und Oxidation von Ethin an Kupferoxid, Unterricht Chemie, Heft 157, S. 49f.

Es werden Experimente zur Herstellung sowie zur qualitativen und quantitativen Elementaranalyse von Ethin beschrieben. Nach der Herstellung des "unbekannten Gases" (Ethin) kann die Molekülformel des Gases unter Anwendung des Gesetzes von Avogadro experimentell ermittelt werden.



Tagungsbandbeiträge

Ulrich, N. & Schanze, S. (2017): Interaktive Lernaufgaben im digitalen Schulbuch eChemBook, Implementation fachdidaktischer Innovation im Spiegel von Forschung und Praxis (pp. 428–431). Regensburg: Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik (GDCP) weitere Informationen

Interaktive Lernaufgaben bieten im digitalen Chemieschulbuch eChemBook den Lernenden durch Zeichentools eine einfache und schnelle Visualisierung und Überarbeitung ihrer mentalen Repräsentationen. Zusätzlich erhalten die Schülerinnen und Schüler in Zuordnungsaufgaben ein direktes Feedback durch die Software. Die interaktiven Lernaufgaben zum Thema „Einführung in das Teilchenmodell“ wurden im Rahmen einer Studie des DFG-Projektes eChemBooks im Hinblick auf ihre Lernförderlichkeit untersucht. Diese Untersuchung wurde mit acht Klassen des Chemieanfangsunterrichts durchgeführt. Dabei wurde der Grad der Interaktivität bei den Lernaufgaben variiert und der Lernerfolg mittels eines Pre-, Post-, und Delayed-Test-Designs miteinander verglichen. Es zeigt sich ein signifikant höherer Lernerfolg zugunsten der Gruppe, die mit den interaktiven Lernaufgaben gelernt hat.


Walkowiak, M., & Nehring, A. (2017): Die Förderung von Konzepten über die Natur der Naturwissenschaften in einer Lernumgebung für einen inklusiven Chemieunterricht, Implementation fachdidaktischer Innovation im Spiegel von Forschung und Praxis (pp. 460–464). weitere Informationen

Die Entwicklung Konzepten über die Natur der Naturwissenschaften (Nature of Science; NOS) stellt ein Schlüsselziel für alle naturwissenschaftlichen Fächer dar. Bisher besteht jedoch eine Forschungslücke zur Entwicklung von NOS Konzepten in inklusiven Settings. Die Zielstellung des Projektes liegt daher in der Entwicklung und Evaluierung einer Lernumgebung zur Förderung von NOS Konzepten in eben diesen Settings. In diesem Beitrag wird eine explorative Interviewstudie vorgestellt, die das Ziel hatte, mittels gezielter Designkriterien, abgeleitet aus dem Universal Design for Learning (UDL), eine Lernumgebung für zu gestalten, die sich für den Einsatz in einem inklusivem Chemieunterricht eignet.


Nehring, A. (2017): Gemeinsame Beschreibung, Erhebung und Modellierung von Vorstellungen, Implementation fachdidaktischer Innovation im Spiegel von Forschung und Praxis (pp. 468–471). Regensburg: Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik (GDCP) weitere Informationen

Die Einbindung von Untersuchungen in den Chemie-, Physik- und Biologieunterricht ist mit vielfältigen Zielen verknüpft. Neben der Entwicklung von fachinhaltlichen Konzepten oder der Förderung von Motivation, Interesse oder positiven Einstellungen ist die Beherrschung naturwissenschaftlicher Denk- und Arbeitsweisen ein zentral formuliertes Moment der internationalen fachdidaktischen Diskussion. In diesem Sinne wird, auf Grundlage eines bestehenden Kompetenzmodells, ein Fragebogeninstrument für die quantitative Erhebung der Zustimmung zu Vorstellungen über naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen entwickelt. In einer deskriptiven Querschnittstudie wird damit eine empirisch gestützte Verhältnisklärung zwischen Vorstellungen und Kompetenzen in den Fachbereichen der Chemie sowie der Biologie vorgenommen. Der Beitrag thematisiert die Fragebogenentwicklung und präsentiert die quantitativen Ergebnisse der Pilotierung.


Lüttgens, U., Nehring, A., & Tiemann, R. (2017): Chemiedidaktisches Lernen an Videovignetten zur Vernetzung von Studium und Referendariat, Implementation fachdidaktischer Innovation im Spiegel von Forschung und Praxis (pp. 476–479). Regensburg: Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik (GDCP) weitere Informationen

Eine stärkere Verzahnung der ersten und zweiten Ausbildungsphase stellt ein häufig artikuliertes Ziel in der Lehrerbildung dar. Während die theoretische Fundierung professioneller Kompetenzen sowie der Aufbau fachdidaktischen und pädagogischen Wissens einen Teil der universitären Ausbildungsphase darstellen, steht bei der Ausbildung von Referendarinnen und Referendaren im Vorbereitungsdienst die Entwicklung einer professionellen Handlungskompetenz (Unterrichts-, Beurteilungs- und Erziehungskompetenz) im Mittelpunkt. Für das Fach Chemie fehlen systematisch erstellte Ansätze für eine solche Verknüpfung bisher. Daher präsentiert der Beitrag die Einbindung von Videovignetten im Kontext des Studiums und des Referendariats und beschreibt exemplarisch Wahrnehmungen von Studierenden und Referendaren.